Gedicht: Glücksuche
22.09.2022
Ich jage ihm nach, schein es doch nicht zu fassen,
ich such überall, kann es einfach nicht lassen,
und finde doch nichts, nur wieder das Gegenteil.
Was ich hier suche, gehört doch zu mir.
Nur mit ihm, dass ich gut funktionier,
doch statt dessen Unglück wie ein Pfeil.
Was mach ich mir vor, hab es gerad noch gehabt.
Doch ich bin jetzt in einer anderen Stadt,
und es ist auf dem Weg verloren gegangen.
Warum ist es nur so zerbrechlich, vergänglich,
kann es nicht bleiben, unumständlich?
Ich muss es finden, wieder fangen.
Und wer zeigt mir diesmal den richtigen Weg?
Wer ist dabei, wenn es mal drunter geht?
Wieso muss das schon wieder so sein?
Und wieder merke ich tief in mir:
Irgendwie ist es schon hier,
nur eben noch wahnsinnig klein.
Ich muss es pflegen und gießen und nähren,
muss dafür sorgen, dass ein starker Kern
von Neuem hier wächst.
Und dennoch stehe ich wieder am Anfang.
Weiß nicht, wann sie aufhört, bin traurig und bang.
Die Suche nach Glück.