Textsammlung

Andacht: 1. Korinther 11, 23–26

21.07.2021

Lied: Wenn das Brot, das wir teilen


Gedanken zu 1. Korinther 11, 23–26


Wir haben jetzt gemeinsam gegrillt, gegessen, Spaß gehabt und sind hoffentlich alle satt geworden. Wir alle hatten genug, das Naturfreundehaus hatte das ja sogar versprochen! Vielleicht habt ihr sogar davor gebetet und Gott für dieses leckere und reichhaltige Essen gedankt.

Jesus saß auch mal mit seinen Jüngern zusammen und aß mit ihnen zusammen. Alle wussten, dass Jesus irgendwann sterben müsste, weil er der Christus, der Erlöser, der Gesandte ist. Aber stellt euch mal vor, dass ihr mit euren Freund:innen zusammen sitzt und plötzlich steht einer auf und sagt, dass ein anderer von euch ihn verraten wird, noch jemand ihn dreimal verleugnen wird und dann, dass euer Essen plötzlich sein Körper sein soll.

23 Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, 24 dankte und brach's und sprach: Das ist mein Leib für euch; das tut zu meinem Gedächtnis.
25 Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
26 Denn sooft ihr von diesem Brot esst und von dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Das ist ja mal total krass! Er will, dass wir Menschen, wir Freunde, wir Jünger von ihm ihn aufessen? Ok, Nein, das ist falsch ausgedrückt. Es ist vielmehr so, dass wir ihn in uns aufnehmen sollen. Das ist kein einfaches Essen, das ist Jesu Selbsthingabe. Er will für uns da sein und dass wir bei ihm sind. Er will, dass wir ihm vertrauen, dass nichts schlimmes passiert, sondern das sein Tod uns alle erretten wird.

Denn Jesus opfert sich in dieser Nacht für uns. Am Gründonnerstag verkündet er, dass er sterben wird. Aber mehr noch. Er verspricht, dass sein Tod die Sünden aller Menschen vergeben wird und ein neuer Bund zwischen Gott und den Menschen entstehen wird. Eine neue Beziehung, ein neuer Glaubenszweig, eine neue Einladung zu Gott zu kommen.

Man könnte sogar sagen, dass wir hier alle nur wegen Jesus sind. Vielleicht ist euch das zu krass, ich finde es aber einen sehr schönen Gedanken. Jesus hat dafür gesorgt, dass Kirche entsteht, dass wir hier essen können, in seinem Namen, und dass er bei uns bleibt, in dem wir so wie er vor 2000 Jahren, das Abendmahl feiern.

Unter dem Abendmahl verstehen wir ja in der Regel diese heilige Sache, die jeden Sonntag oder sogar nur an hohen Feiertagen in der Kirche gefeiert wird. Aber eigentlich ist das Abendmahl nichts anderes als ein ganz normales Abendessen. Jesus feiert mit seinen Jüngern das Passah-Mahl, die Befreiung aus Ägypten und genießt das Essen, so wie wir heute. Wir müssen also nicht mal in die Kirche um Abendmahl zu feiern, nein, das machen wir, zumindest meistens, schon jeden Abend zuhause oder wie jetzt, unterwegs. Natürlich muss man dem Essen dann auch diese Bedeutung zuweisen, aber durch ein einfaches Tischgebet, kann Jesus schon unter euch sein beim Essen. Denn sooft ihr von diesem Brot esst und von dem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.

Ihr alle seid eingeladen. Eingeladen zum Fest des Glaubens, zum Fest des Abendessens. Eingeladen zu eurem Freiwilligendienst. Jesus lädt euch ein. Zu ihm zu gehören. Ihn in euch aufzunehmen. Als Brot und Wein, als Leib und Blut. Ihr seid eingeladen, das Leben zu genießen, denn Jesus ist für euch gestorben. Vielleicht, wenn ihr morgen wieder frühstückt oder später zu Abend esst, dankt ihr mal Jesus. Für das Essen, euren Freiwilligendienst, dafür, dass er gestorben ist. Denn er lädt euch ein. Er ist das Brot.

Lied: Aus den Dörfern und aus Städten


Fürbitten


Wir wollen Fürbitte halten.
Papa im Himmel, zeige den Menschen in der Welt, dass du für sie da bist. Dass dein Sohn uns von unseren Sünden befreit hat.
Papa im Himmel, sei für die Menschen da, die gerade von den Hochwasser betroffen sind. Die gerade Kraft brauchen, um weiter aufzuräumen. Die nicht wissen, wo sie hin sollen und wie ihr Leben weitergehen soll.
Sei auch für all diejenigen in der Welt da, die kein Essen haben, nicht einmal genug um ein Abendmahl zu halten und dich in sich aufzunehmen.
Sei auch bei uns, unterstütze uns in allen Krisen, um diese zu überstehen und zu dir zu finden und begleite uns auf unseren neuen Wegen. Sei Du uns eine helfende Hand.

Vaterunser


Wir beten gemeinsamen mit den Worten, die uns Jesus gelehrt hat:

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Segen


Geht hin im Frieden des Herrn!

Seid mutig und stark!
Habt keine Angst, und lasst euch nicht von ihnen einschüchtern!
Der Herr, euer Gott, geht mit euch.
Er hält immer zu euch und lässt euch nicht im Stich!

Lied: Geh unter der Gnade


[Anmerkung: Zum Kontext: Diese Andacht habe ich im Rahmen des DJiA-Vorbereitungsseminars geschrieben.]